Eine STRATO-Domain zu kündigen, klingt erstmal nach einer Sache von fünf Minuten. In der Praxis kann das aber schnell zu einer unerwarteten Geduldsprobe werden. Viele Nutzer berichten von unklaren Fristen, technischen Fallstricken oder einem schwer erreichbaren Support – und der Frust ist vorprogrammiert. Wer hier ohne Plan vorgeht, riskiert unnötige Kosten und Probleme.
Warum die Kündigung einer Strato-Domain oft scheitert
Eigentlich sollte das Kündigen einer Domain ein Standardvorgang sein. Doch gerade bei STRATO scheint der Wurm drin zu sein, wie zahlreiche Erfahrungsberichte im Netz zeigen. Für Unternehmen kann der Versuch, eine STRATO-Domain zu kündigen, schnell zu einem echten Hindernislauf werden. Im schlimmsten Fall drohen Ausfallzeiten für die Website und den E-Mail-Verkehr – ein Szenario, das sich kein Geschäft leisten kann.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen, deren gesamtes Geschäft von einer funktionierenden Online-Präsenz abhängt, trifft das besonders hart. Ein fehlgeschlagener Domain-Umzug oder eine ungewollte Vertragsverlängerung können den Betrieb empfindlich stören und bares Geld kosten.
Die typischen Stolperfallen bei der Kündigung
Die Gründe für eine problematische Kündigung sind vielfältig, aber einige Muster tauchen immer wieder auf. Aus den unzähligen Nutzererfahrungen haben sich ein paar Kernprobleme herauskristallisiert:
- Verwirrende Kündigungsfristen: Viele übersehen, dass Domains und die zugehörigen Hosting-Pakete oft unterschiedliche Laufzeiten und Fristen haben. Das Ergebnis: Man kündigt das eine, aber das andere verlängert sich teuer und automatisch.
- Hürden beim Domain-Umzug: Für einen Wechsel des Providers braucht man einen sogenannten Auth-Code. Nutzer berichten, dass dieser Code von STRATO manchmal erst mit Verzögerung bereitgestellt wird. Diese Wartezeit kann ausreichen, um wichtige Fristen zu verpassen.
- Schwer erreichbarer Support: Lange Warteschleifen am Telefon oder standardisierte Antworten per E-Mail, die nicht wirklich weiterhelfen – das macht die Lösung dringender Probleme unnötig kompliziert.
- Unübersichtliches Kundenportal: Die richtige Option zur Kündigung im STRATO Kunden-Login zu finden, ist nicht für jeden auf den ersten Blick ersichtlich und kann zur Klick-Odyssee werden.
Das sind keine Einzelfälle. Aktuelle Analysen deuten darauf hin, dass die Unzufriedenheit mit dem Service bei STRATO zu einer spürbaren Zunahme an Kündigungen führt. Testberichte sprechen davon, dass etwa 20–30 % der Kunden bei der Abwicklung auf Schwierigkeiten stoßen. Zum Vergleich: Während Wettbewerber wie IONOS im Support eine Kundenzufriedenheit von 86 % erreichen, liegt der Wert bei STRATO bei nur 71 %. Einblicke in die Hintergründe liefert dieser aktuelle Strato Testbericht.
Bevor wir uns die genauen Gründe ansehen, hier eine Übersicht, was Nutzer am häufigsten zur Kündigung bewegt.
Die häufigsten Gründe für eine Kündigung bei Strato
Diese Tabelle fasst die primären Motive für eine Kündigung zusammen, basierend auf Nutzerfeedback und Testberichten.
| Problembereich | Beschreibung des Problems | Häufigkeit laut Berichten |
|---|---|---|
| Performance & Ladezeiten | Websites laden langsam, Server reagieren träge, was sich negativ auf SEO und Nutzererfahrung auswirkt. | Sehr häufig |
| Kundenservice | Lange Wartezeiten, unzureichende oder standardisierte Antworten, schwer erreichbarer Fachsupport. | Sehr häufig |
| Preis-Leistungs-Verhältnis | Preise werden als zu hoch für die gebotene Leistung empfunden, besonders im Vergleich zu moderneren Anbietern. | Häufig |
| Versteckte Kosten & Vertragsdetails | Ungewollte automatische Verlängerungen, unklare Preisstaffelungen nach dem ersten Jahr. | Häufig |
| Technische Einschränkungen | Veraltete PHP-Versionen, begrenzte Datenbanken oder fehlende Features (z. B. SSH-Zugang in günstigen Paketen). | Mittel |
Wie man sieht, sind es oft grundlegende Aspekte wie Leistung und Service, die den Ausschlag für einen Wechsel geben.
Tipp aus der Praxis: Gehen Sie niemals einfach davon aus, dass die Kündigung „schon durch ist“. Bestehen Sie immer auf eine schriftliche Kündigungsbestätigung per E-Mail oder Post. Nur so haben Sie einen handfesten Nachweis in der Hand und erleben keine bösen Überraschungen auf der nächsten Rechnung.
Ein klassisches Szenario, das immer wieder vorkommt: Ein Unternehmen findet kurz vor Ablauf der Frist einen besseren Provider. Doch weil die Ausstellung des Auth-Codes durch STRATO sich hinzieht, wird die Kündigungsfrist gerissen. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr – und der geplante Umzug platzt. Genau solche Fälle zeigen, wie wichtig eine gute Vorbereitung und das Wissen um die Fallstricke sind.
Die richtige Vorbereitung vor der Kündigung
Eine STRATO Domain zu kündigen, ist mehr als nur ein schneller Klick im Kundenportal. Wer hier überhastet handelt, riskiert schnell den Super-GAU: Die Website ist plötzlich offline, und wichtige Geschäfts-E-Mails verschwinden im digitalen Nirwana. Das ist nicht nur peinlich, sondern kann auch teuer werden.
Stellen Sie sich die Kündigung wie einen Büroumzug vor. Sie werfen ja auch nicht einfach alles in Kartons, ohne zu wissen, was wohin kommt. Der erste und wichtigste Schritt ist immer eine saubere Bestandsaufnahme und vor allem: ein lückenloses Backup.
Bringen Sie Ihre Daten in Sicherheit
Noch bevor Sie den Kündigungsbutton auch nur ansehen, müssen Sie alle Ihre Daten sichern. Das ist keine Empfehlung, sondern eine absolute Notwendigkeit, um die Kontrolle zu behalten und später keine bösen Überraschungen zu erleben.
Ihre persönliche Backup-Checkliste sollte unbedingt diese drei Punkte umfassen:
- Website-Dateien: Loggen Sie sich per SFTP ein und laden Sie den kompletten Inhalt Ihres Webspace herunter. Damit meine ich wirklich alles – von der WordPress-Installation über Bildergalerien bis hin zu PDF-Dateien, die Ihre Kunden herunterladen.
- Datenbanken: Fast jede moderne Website läuft auf einer Datenbank, meist MySQL oder MariaDB. Diese müssen Sie separat exportieren, was in der Regel über das STRATO Kunden-Login mit einem Tool wie phpMyAdmin geht. Ohne dieses Backup ist Ihre Website beim neuen Anbieter nur eine leere Hülle.
- E-Mail-Postfächer: Sichern Sie alle E-Mails aus Ihren Postfächern, indem Sie sie mit einem Programm wie Outlook oder Thunderbird herunterladen. Sobald der Vertrag gekündigt ist, löscht STRATO die Postfächer – und alle darin enthaltenen Nachrichten sind unwiderruflich weg.
Aus der Praxis: Verlassen Sie sich niemals nur auf die automatischen Backups Ihres Hosters! STRATO sichert Datenbanken zwar täglich, diese sind aber oft nur wenige Tage verfügbar. Machen Sie immer Ihre eigenen, unabhängigen Sicherungskopien auf einem lokalen Rechner oder in der Cloud. Nur so sind Sie wirklich auf der sicheren Seite.
Diese Grafik fasst die häufigsten Gründe zusammen, warum eine Kündigung schiefgeht.

Wie man sieht, sind verpasste Fristen und technische Hürden die häufigsten Stolpersteine. Eine gründliche Vorbereitung ist also der beste Schutz vor Problemen.
Auth-Code anfordern und den Umzug einleiten
Wollen Sie Ihre Domain nicht einfach löschen, sondern zu einem anderen Anbieter umziehen? Dann brauchen Sie zwingend den sogenannten Auth-Code (manchmal auch Auth-Info-Code genannt). Er funktioniert wie der Fahrzeugbrief für Ihre Domain und legitimiert den Transfer.
Fordern Sie diesen Code so früh wie möglich im STRATO Kunden-Login an. Er ist eine Weile gültig, aber es ist immer gut, ihn griffbereit zu haben.
Der nächste Schritt ist die Wahl des neuen Anbieters. Ein reibungsloser Wechsel steht und fällt mit der Koordination zwischen dem alten und neuen Hoster. Starten Sie den Domain-Umzug beim neuen Provider erst, wenn Sie wirklich alle Daten gesichert und den Auth-Code parat haben. So stellen Sie sicher, dass Ihre Website und E-Mails ohne längere Downtime erreichbar bleiben.
Wenn Sie tiefer in die finanzielle Planung eines Wechsels einsteigen möchten, finden Sie in unserem Artikel wertvolle Informationen zu den Kosten, die bei einer Domain anfallen.
Ihre Strato Domain im Kunden-Login kündigen
Der einfachste und sicherste Weg, eine STRATO Domain zu kündigen, führt direkt über Ihr Kundenkonto. Das ist der offizielle Prozess, der ganz ohne Papierkram auskommt und dank TAN-Verfahren auch wirklich sicher ist. Ich zeige Ihnen, wie Sie sich durch die Menüs klicken und die automatische Vertragsverlängerung zuverlässig stoppen.
Alles beginnt im STRATO Kunden-Login. Hier melden Sie sich mit Ihrer Kundennummer und Ihrem Passwort an. Das ist Ihre persönliche Schaltzentrale für alle Produkte.

Sobald Sie eingeloggt sind, halten Sie Ausschau nach dem Menüpunkt „Vertragsverwaltung“. Dort listet STRATO alle Ihre Pakete und Domains auf. Suchen Sie sich das Paket heraus, in dem die betreffende Domain liegt, und klicken Sie es an, um in die Detailansicht zu gelangen.
Die Kündigungsoptionen verstehen
Jetzt wird es wichtig. In den Vertragsdetails finden Sie die Kündigungsoptionen, und hier müssen Sie genau aufpassen. STRATO legt Ihnen meist zwei Wege zur Auswahl, deren Konsequenzen unterschiedlicher nicht sein könnten:
- Kündigung zum Ende der Vertragslaufzeit: Das ist in 99 % der Fälle die richtige Wahl. Ihre Domain, Ihre Website und Ihre E-Mails funktionieren ganz normal weiter bis zum letzten Tag der bezahlten Laufzeit. Es wird lediglich die automatische Verlängerung gestoppt. Perfekt, wenn Sie einfach nur den Vertrag beenden oder später zu einem anderen Anbieter umziehen möchten.
- Sofortige Löschung (Close): Vorsicht, diese Option ist endgültig! Sie löscht die Domain unwiderruflich und vernichtet alle damit verbundenen Daten wie E-Mails oder Website-Dateien. Wählen Sie das nur, wenn Sie absolut sicher sind, dass Sie die Domain nie wieder brauchen.
Tipp aus der Praxis: Eine sofortige Löschung ist wie das Schreddern eines Dokuments – es gibt kein Zurück. Wenn auch nur die kleinste Chance besteht, dass Sie die Domain für einen Umzug (Providerwechsel) benötigen, wählen Sie immer die Kündigung zum Laufzeitende.
Haben Sie sich für eine Option entschieden, startet STRATO einen kurzen Sicherheitsprozess. Zur Bestätigung müssen Sie eine TAN eingeben, die Ihnen in der Regel an Ihre hinterlegte E-Mail-Adresse geschickt wird. Geben Sie diese Nummer ein, und die Kündigung ist auf den Weg gebracht.
Der Kündigungsprozess bei STRATO kann manchmal etwas eigenwillig wirken. Das hat auch mit der wechselvollen Geschichte des Unternehmens zu tun – von der Übernahme durch die Deutsche Telekom 2009 bis zum Verkauf an United Internet (IONOS) 2017 für 600 Millionen Euro. Trotz der Verwaltung von über vier Millionen Domains und dem Umzug des Firmensitzes nach Berlin 2022 gibt es immer wieder Berichte über Hürden bei Kündigungen, wie ein Artikel über die zunehmenden Schwierigkeiten bei STRATO zeigt.
Was passiert nach der Kündigungsbestätigung
Nachdem Sie die TAN eingegeben haben, sollten Sie im Kunden-Login eine Statusänderung sehen. Dort steht dann so etwas wie „gekündigt zum TT.MM.JJJJ“. Das ist schon mal ein gutes Zeichen, dass die automatische Verlängerung deaktiviert wurde.
Verlassen Sie sich aber nicht allein darauf. Fordern Sie am besten immer eine schriftliche Kündigungsbestätigung per E-Mail an. Meist kommt diese automatisch, aber eine kurze, proaktive Nachfrage im Support-Bereich kann nie schaden. So haben Sie einen handfesten Beleg in Ihrem Postfach und sind auf der sicheren Seite, falls es später doch zu Unstimmigkeiten kommen sollte.
Kündigungsfristen und Vertragslaufzeiten: Worauf Sie unbedingt achten müssen
Eine Kündigungsfrist zu verpassen, ist der klassische und teuerste Fehler bei der Kündigung einer STRATO-Domain. Ein übersehenes Datum führt fast immer dazu, dass sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr verlängert – ob Sie wollen oder nicht. Um diese Kostenfalle zu vermeiden, ist es unerlässlich, die genauen Fristen für Ihre Produkte zu kennen.
STRATO macht hier nämlich feine, aber wichtige Unterschiede. Viele gehen fälschlicherweise davon aus, dass für alle Verträge die gleiche Frist gilt. Genau diese Annahme sorgt in der Praxis immer wieder für böse Überraschungen und unnötige Kosten.
Domain vs. Hostingpaket: Hier liegen die entscheidenden Unterschiede
Die wichtigste Unterscheidung, die Sie treffen müssen, ist die zwischen einer reinen Domain und einem kompletten Hostingpaket. STRATO hat hier bewusst unterschiedliche Fristen festgelegt, was einen genauen Blick in Ihre Vertragsdetails unumgänglich macht.
- Reine Domains: Wenn Sie nur eine einzelne Domain (.de, .com usw.) registriert haben, gilt meist eine Kündigungsfrist von 30 Tagen vor dem Ende der Vertragslaufzeit.
- Webhosting-Pakete: Anders sieht es bei Paketen aus, die auch Webspace, Datenbanken und E-Mail-Postfächer umfassen. Hier ist die Frist oft deutlich kürzer und liegt meist bei nur 14 Tagen zum Laufzeitende.
Für Unternehmen sind diese unterschiedlichen Fristen bares Geld wert. STRATO gehört seit 2017 zur IONOS-Gruppe und bietet zwar eine Online-Kündigung per TAN an, doch immer wieder hört man von Nutzern, dass der Prozess hakelig sein kann. Mehr über die Tücken und anfallenden Gebühren erfahren Sie in diesem detaillierten Erfahrungsbericht zur STRATO Kündigung.
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ihr Vertrag verlängert sich am 30. November. Für die Domain wäre der letzte Kündigungstag der 31. Oktober. Für das Hostingpaket reicht es aber, am 16. November zu kündigen. Wenn Sie nun erst Mitte November beides zusammen kündigen, ist es für die Domain bereits zu spät – sie läuft ein weiteres Jahr.
Mein Praxistipp: Stellen Sie sich direkt nach Vertragsabschluss eine Kalendererinnerung ein, die Sie 45 Tage vor dem Laufzeitende an die Kündigung erinnert. Das gibt Ihnen genug Puffer, um alles in Ruhe und ohne Druck zu regeln.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die typischen Fristen bei STRATO. So können Sie auf einen Blick erkennen, welche Regelung für Ihr Produkt wahrscheinlich gilt.
Strato Kündigungsfristen im Überblick
Diese Tabelle zeigt die unterschiedlichen Fristen und Laufzeiten für die wichtigsten Strato Produkte, um eine rechtzeitige Kündigung zu gewährleisten.
| Produkttyp | Mindestvertragslaufzeit | Kündigungsfrist vor Laufzeitende |
|---|---|---|
| Domains (.de, .com etc.) | Meist 12 Monate | 30 Tage |
| Webhosting-Pakete | Oft 12 Monate | 14 Tage |
| Homepage-Baukasten | Oft 12 Monate | 14 Tage |
| vServer / dedizierte Server | Oft 1 Monat | 14 Tage |
Auch wenn diese Übersicht eine gute Orientierung bietet, sollten Sie zur Sicherheit immer Ihre individuellen Vertragsdetails prüfen. Nur so sind Sie auf der absolut sicheren Seite.
So finden Sie den Stichtag für Ihre Kündigung
Der exakte Stichtag hängt immer vom Datum des Vertragsabschlusses und der vereinbarten Laufzeit ab. Die meisten Verträge bei STRATO starten mit einer Laufzeit von 12 Monaten.
Um ganz sicherzugehen, loggen Sie sich einfach in Ihren STRATO Kundenbereich ein. Unter dem Menüpunkt „Vertragsverwaltung“ finden Sie eine saubere Übersicht all Ihrer Verträge.
Klicken Sie dort auf das Produkt, das Sie kündigen möchten, um die Details aufzurufen. Dort steht schwarz auf weiß das genaue Datum für das Ende der aktuellen Laufzeit. Von diesem Datum rechnen Sie einfach die 14- bzw. 30-Tage-Frist zurück – schon haben Sie Ihren spätesten Kündigungstermin. Mein Rat: Handeln Sie lieber ein paar Tage zu früh als einen Tag zu spät.
Der Domain-Umzug nach der Kündigung
Die Kündigung bei STRATO ist durch, doch der wirklich kritische Teil steht Ihnen jetzt erst bevor: der saubere Umzug Ihrer Domain zum neuen Provider. Hier ist es entscheidend, einen kühlen Kopf zu bewahren, damit Ihre Website und E-Mails nicht plötzlich offline sind. Dreh- und Angelpunkt des gesamten Vorhabens ist ein einziger, kurzer Code.

Die Rede ist vom Auth-Code, auch Auth-Info genannt. Man kann ihn sich wie den Fahrzeugbrief Ihrer Domain vorstellen – ohne ihn läuft gar nichts. Fordern Sie diesen Code unbedingt sofort im STRATO Kunden-Login an, sobald die Entscheidung für den Wechsel gefallen ist. Warten Sie nicht bis auf den letzten Drücker. Aus Erfahrung wissen wir: Ungeplante Verzögerungen können immer auftreten.
Der reibungslose Transfer und seine Fallstricke
Mit dem Auth-Code in der Hand beauftragen Sie den Domain-Transfer bei Ihrem neuen Anbieter. Dieser stößt den Umzugsprozess an, der meist nur wenige Stunden bis Tage dauert. Doch genau hier lauert eine häufige Stolperfalle: die sogenannte Transfersperre oder „Domain-Lock“.
Diese Sperre ist eigentlich eine Sicherheitsmaßnahme, die Ihre Domain vor unbefugten Übernahmen schützen soll. Bevor der Umzug starten kann, müssen Sie diese Sperre im STRATO Kunden-Login aber manuell aufheben. Wird dieser kleine, aber entscheidende Schritt vergessen, lehnt STRATO die Anfrage des neuen Providers ab und wertvolle Zeit verstreicht ungenutzt.
Ein klassisches Szenario, das uns in der Praxis immer wieder begegnet: Der Auth-Code liegt vor, aber die Transfersperre ist noch aktiv. Der neue Anbieter startet den Umzug, bekommt eine Fehlermeldung und der ganze Prozess kommt zum Erliegen. Bis der Fehler identifiziert ist, rückt das Kündigungsdatum bedrohlich näher.
Unser Tipp aus der Praxis: Deaktivieren Sie die Transfersperre direkt im selben Atemzug, in dem Sie den Auth-Code anfordern. Behandeln Sie beides als einen einzigen Arbeitsschritt. So eliminieren Sie eine der häufigsten Fehlerquellen von vornherein und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Website und E-Mails ohne Unterbrechung sicherstellen
Der Schlüssel zu einem Umzug ohne spürbare Ausfallzeiten liegt in der richtigen Reihenfolge und der vorausschauenden Konfiguration der DNS-Einträge. Diese DNS-Einstellungen funktionieren wie das Adressbuch des Internets: Sie sagen Browsern und E-Mail-Programmen, auf welchem Server Ihre Website und Postfächer zu finden sind.
Mit dieser bewährten Checkliste bleibt bei Ihnen alles online:
- Vorbereitung ist alles: Laden Sie sämtliche Website-Daten und Datenbanken schon vor dem Umzug zum neuen Provider hoch. Legen Sie dort auch alle E-Mail-Postfächer an, die Sie weiter nutzen möchten.
- Das richtige Timing: Leiten Sie den eigentlichen Domain-Transfer erst dann ein, wenn beim neuen Anbieter alles startklar ist.
- DNS-Konfiguration: Sobald der Transfer abgeschlossen ist, passen Sie die DNS-Einträge bei Ihrem neuen Provider an, sodass sie auf dessen Server verweisen.
Wenn Sie so vorgehen, bleiben Ihre Website und E-Mails auch während der Übergangsphase durchgehend erreichbar. Ausführliche Anleitungen, wie Sie einen DNS-Server richtig ändern, helfen Ihnen bei den technischen Details. Oft ist ein solcher Wechsel auch die perfekte Gelegenheit, die Betreuung in die Hände eines zuverlässigen IT-Partners zu legen, um nicht nur die Performance zu verbessern, sondern auch die Sicherheit der gesamten digitalen Infrastruktur zu stärken.
Häufige fragen zur kündigung ihrer Strato domain
Rund um die Kündigung einer STRATO Domain gibt es immer wieder dieselben Fragen und Stolpersteine. Gerade wenn es um die eigene Geschäftsdomain geht, sind schnelle und klare Antworten Gold wert. Aus der Praxis haben wir hier die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst, damit bei Ihnen alles glattläuft.
Was wird aus meiner e-mail-adresse nach der kündigung?
Das ist ein kritischer Punkt: Sobald Ihre Domain bei STRATO endgültig gekündigt ist, werden auch alle dazugehörigen E-Mail-Postfächer unwiderruflich gelöscht. Das bedeutet, Sie verlieren den Zugriff auf sämtliche E-Mails, Kontakte und Kalendereinträge.
Ich kann Ihnen daher nur dringend raten: Sichern Sie rechtzeitig alle wichtigen Daten. Am einfachsten geht das, indem Sie Ihre Postfächer in einem Mail-Programm wie Outlook oder Thunderbird einrichten und dort eine lokale Kopie aller Inhalte archivieren.
Falls Sie Ihre E-Mail-Adresse behalten möchten, ist eine Kündigung der falsche Weg. Stattdessen müssen Sie die Domain zu einem neuen Anbieter umziehen. Dort können Sie Ihre Postfächer dann einfach neu anlegen. Wie Sie eine E-Mail mit eigener Domain professionell aufsetzen, zeigen wir Ihnen in einem separaten Ratgeber.
Kann ich eine bereits gekündigte domain wieder aktivieren?
Hier kommt es ganz auf den Zeitpunkt an. Solange Sie die Kündigung nur zum Vertragsende vorgemerkt haben, können Sie diese im STRATO Kunden-Login meist problemlos wieder zurückziehen. Die Domain läuft dann einfach weiter und der Vertrag verlängert sich wie geplant.
Aber Vorsicht: Wenn eine Domain bereits gelöscht wurde und sich in der sogenannten „Redemption Grace Period“ befindet – einer Art Rettungsfrist –, wird es kompliziert. Eine einfache Reaktivierung per Mausklick ist dann oft nicht mehr möglich. Nach Ablauf dieser Frist wird die Domain wieder für jedermann frei registrierbar. Handeln Sie also schnell, wenn Sie es sich anders überlegt haben.
Ich habe die kündigungsfrist verpasst – was nun?
Ein Klassiker, der schnell teuer werden kann. Wenn Sie die Frist verpassen, verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um die ursprüngliche Laufzeit – in der Regel also um weitere 12 Monate. Sie sind dann leider verpflichtet, die Gebühren für diesen Zeitraum zu begleichen. Eine außerordentliche Kündigung ist nur in ganz seltenen Fällen, beispielsweise bei einer Preiserhöhung seitens STRATO, eine Option.
Mein Tipp: Sobald Sie merken, dass die Frist verstrichen ist, kündigen Sie den Vertrag sofort zum nächstmöglichen Zeitpunkt. So verhindern Sie, dass sich der Vertrag in einem Jahr erneut automatisch verlängert.
Muss ich meine domain bei Strato kündigen, wenn ich sie umziehen will?
Nein, und das ist ein ganz entscheidender Punkt, der oft falsch gemacht wird. Für einen Domain-Umzug (Transfer) zu einem neuen Provider dürfen Sie die Domain bei STRATO auf keinen Fall kündigen. Eine Kündigung würde den Umzugsprozess blockieren.
Stattdessen läuft es ganz anders ab:
- Sie loggen sich in Ihr STRATO Kundenkonto ein und fordern dort den sogenannten Auth-Code (Authentifizierungscode) für Ihre Domain an.
- Diesen Code geben Sie dann bei Ihrem neuen Provider an, wenn Sie dort den Domain-Umzug in Auftrag geben.
- Der neue Anbieter startet daraufhin den Transferprozess.
Ist der Umzug erfolgreich abgeschlossen, wird Ihr Vertrag für diese Domain bei STRATO automatisch beendet. Sie müssen sich um nichts weiter kümmern.
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